Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Grundinstandsetzungen in Nordfeld

Grundinstandsetzung Wehrfeld 4 der Wehranlage Nordfeld, 2011


Die Schleusen- und Wehranlage Nordfeld wurde in den Jahren 1932 - 1934 bei Eider-Km 78,270 erbaut. Die Wehranlage ist 43,20 m breit und besteht aus fünf Wehrfeldern (Wehröffnungen) mit jeweils einem Stemmtorpaar sowie einem Hubtor, die zur Be- und Entwässerung der Binneneider dienen.

Im Rahmen der Bauwerksinspektion wurden bei der Trockenlegung der Wehrfelder folgende Mängel festgestellt, die behoben werden müssen:

Die Führungs- und Laufschienen der Hubtore waren stark durch Korrosion und Verschleiß geschädigt. Die Materialabnutzung betrug bis zu 20mm, so dass die Tore horizontal hin- und herpendeln und dadurch die seitlichen Dichtungen zerstörten.
Ein Großteil der Platten der Hubtore mussten ausgetauscht werden, da die Wanddicken aufgrund von Korrosion nicht mehr ausreichend war.
Der Korrosionsschutz der Stemmtore war abgängig. Im Bereich der Riegelstege und der Aussteifungen war Flächenkorrosion sichtbar

Für die Sanierungsmaßnahmen mussten die Wehrfelder trocken gelegt werden. Im Jahr 2006 wurde bereits in einem 1. Bauabschnitt das Wehrfeld 5 grundinstandgesetzt. Nun sollte dass 4. Wehrfeld saniert werde.

Instandsetzung Wehrfeld Instandsetzung Wehrfeld

Die Sanierungsarbeiten an Wehrfeld 2, LOS 4 wurden bis April 2011 abgeschlossen. Zeitgleich lief bereits die neue Ausschreibung für das letzte Wehrfeld 1, LOS 5. Es wurden im größeren Umfang Stahlbauarbeiten an den Hub- und Stemmtoren durchgeführt. Dabei wurden die Laufschienen komplett von der Sohle bis zum Sielkeller des Maschinenraumes demontiert und erneuert. Sämtliche Dichtungen wurden in Kunststoff und Elastomer gem DIN 19704 ausgeführt. In der Altbeschichtung wurde PAKund Asbest (Auflagen gem. Gefahrstoffverordnung) nachgewiesen, so dass sämtliche Arbeiten unter erschwerten Bedingungen (Schwarz-Weiß-Bereich usw.) erfolgten. Für die Sanierung war es notwendig die jeweiligen Wehrfelder für den Zeitraum der Arbeiten trockenzulegen. Dies birgt die evtl. Gefahr eines Sohlbruches. Hierfür wurde die Sohle über den gesamten Zeitraum mittels einer Ultraschallmessanlage überwacht und bei einer entsprechend großen Durchbiegung ein Alarm ausgelöst, so dass der Bereich rechtzeitig hätte geräumt werden können.

Vom 21.März bis 15.April 2011 fand eine Trockenlegung des Schleusenunterhauptes statt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Bauwerksprüfung durchgeführt. Die Schleusentore wurden bezüglich Korrosion und Beschichtung, Stahlbau, Maschinenbau, Dichtungen, Reibehölzer usw. untersucht. Auch fanden Bauarbeiten der Maßnahme Grundinstandsetzung der Flutschutztore II statt. Hierfür wurden die Tore (je 21 t Gewicht) mit einem Ponton und Raupenkran ausgebaut und nach Wilhelmshaven gebracht, wo sie saniert werden. Bei den Toren handelt es um eine Nietkonstruktion aus dem Jahr 1934. Am Unterhaupt wurden die Wendesäulen, Mauerplatten, Kantenschutzbleche usw. entschichtet und überarbeitet. Auch hier wurde PAK und Asbest nachgewiesen.

Die gesamte Maßnahme war im Juni 2011 abgeschlossen.

Abdichtung der Sieldecke und der Kellerwände der Wehranlage Nordfeld auf der Unterwasserseite, 2007


Während der Baumaßnahme „Grundinstandsetzung der Stemmtore und Hubschütze“ wurde festgestellt, dass die Abdichtung der Sieldecke aus dem Jahre 1936 keine ausreichende Funktion mehr erfüllte. Darüber hinaus waren die Treppen, Wege und Stützwände im Bereich der Wehröffnungen abgängig und mussten erneuert werden.

Zur Durchführung der Sanierung war es erforderlich, den gesamten, mit Erdreich aufgefüllten Bereich zwischen dem Sielgebäude und den Wehröffnungen abzutragen. Beginn der Baumaßnahme war der 04. Juni 2007.

Im Einzelnen wurden die nachfolgenden Maßnahmen durchgeführt::

  • Abbau der vorhandenen Treppe von der Schleuse zu den Wehröffnungen und Erneuerung.
  • Abbau der Wege vor dem Gebäude und den Wehröffnungen und Erneuerung.
  • Abtrag des Mutter- und Füllbodens, seitlich auf der Wiese lagern und wieder einbauen.
  • Neubau einer Winkelstützwand mit Verklinkerung.
  • Abdichtung der Sielkellerdecke und -wand.
  • Überarbeitung bzw. Erneuerung der Sauberkeitsschicht (Magerbeton).
  • Verlegung einer ausreichender Drainage inklusive Kiesschicht.

Grundinstandsetzung der Stemm- und Hubtore inkl. Führungen und Lager an der Wehranlage Nordfeld, 1. Bauabschnitt 2006


Im Rahmen der Bauwerksinspektion wurden bei der Trockenlegung der Wehrfelder folgende Mängel festgestellt, die behoben werden mussten:

  • Die Führungs- und Laufschienen der Hubtore sind stark durch Korrosion und Verschleiß geschädigt. Die Materialabnutzung beträgt bis zu 20mm, so dass die Tore horizontal hin- und herpendeln und dadurch die seitlichen Dichtungen zerstört haben.
  • Ein Großteil der Platten der Hubtore müssen ausgetauscht werden, da die Wanddicken aufgrund von Korrosion nicht mehr ausreichend sind.
  • Der Korrosionsschutz der Stemmtore ist abgängig. Im Bereich der Riegelstege und der Aussteifungen ist Flächenkorrosion sichtbar.

Für die Sanierungsmaßnahmen müssen die Wehrfelder trocken gelegt werden. Es war vorgesehen, die Arbeiten in drei Bauabschnitte einzuteilen.

  • 1. Bauabschnitt: Instandsetzung 1 Wehrfeld 2006
  • 2. Bauabschnitt: Instandsetzung 2 Wehrfelder 2007
  • 3. Bauabschnitt: Instandsetzung 2 Wehrfelder 2008

Beginn des 1. Bauabschnittes war der Juni 2006, er wurde zum 30.11.2006 beendet.