Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Außenbezirk Tönning

Der Außenbezirk Tönning (ABz 2) ist einer von drei Außenbezirken des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Tönning. Er ist zuständig für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs und Betrieb und Unterhaltung der Anlagen auf der Nordsee, landseitig gesehen vom Dieksander-Koog bis nach Husum und auf der Eider von der Ansteuerungstonne Eider bis nach Rendsburg.

Anders als bei den meisten Außenbezirken hat der Leitungsbereich des Außenbezirkes Tönning seinen räumlichen Sitz nicht vor Ort auf der "Strecke" (bei der Kolonne), sondern in Tönning beim hiesigen Bauhof.

Von hier aus leiten ein Bauamtsrat und ein bautechnischer Mitarbeiter alle Aufgaben, die in den Geltungsbereich des ABz 2 fallen. Ihnen steht eine Verwaltungsfachkraft für die Versaltungsaufgaben tatkräftig zur Seite.

Im Außenbezirk Tönning werden auch Auszubildende im Beruf des Wasserbauer ausgebildet.

Hier nun ein kleiner Auszug aus dem vielfältigen Aufgabenbereich des Leitungsbereiches des ABz 2:

  • Einsatz und Betreuung vom Regiepersonal
  • Vergabe, Überwachung und Abwicklung von Lieferungen und Bauleistungen Dritter
  • Verkehrssicherungspflicht und Unterhaltung von ca.380 km² Wasserstraße Nordsee und 110 km Wasserstraße Eider
  • Überwachung von ca. 180 Strom- und Schifffahrtpolizeilicher Genehmigungen und ca. 300 privatrechtlicher Nutzungsverträgen
  • Betrieb und Unterhaltung von verschiedenen Objekten, wie zum Beispiel, drei Schleusen, zwei Wehranlagen, Land- und Wasserfahrzeugen, drei Leuchttürmen, die Gebäude von zwei Außenstellen und einem Bauhof und viele mehr... um nur einige zu nennen.

Zum Aufgabengebiet des Außenbezirkes Tönning gehört auch eine Fläche von ca. 380 km² Seewasserstraße Nordsee. Davon sind ca. 230 Km betonnte Fahrwasser mit ca. 160 Stück ausliegenden Tonnenpositionen. Im Einzelnen heißen diese Fahrwasser: Norderpiep, Süderpiep, Kronenloch, Sommerkoog-Steertloch, Bielshövener-Loch, Neufahrwasser, Kotzenloch, Buschsand, Eider bis zum Sperrwerk.

Bereich Eider

Auch die Binnenwasserstraße Eider von km 0,000 (Rendsburg) bis km 110,000 (Eider-Sperrwerk) gehört zum Zuständigkeitsbereich des ABz 2. Sie ist teilweise staugeregelt, hierfür sind die Schleuse Lexfähre (bei Eider km 026,090), Schleuse mit Wehranlage Nordfeld (bei Eider km 078,250) und das Eider-Sperrwerk (bei Eider km109,850) gebaut worden. Die Eider ist wiederum unterteilt in die:

Obereider
von km 0,000 - km 22,890 (von Rendsburg bis zur Einmündung des Gieselaukanals, das ist der Verbindungskanal zwischen Nord-Ostsee-Kanal und der Eider), sie ist eine "sonstige Binnenwasserstraße" im Geltungsbereich der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung. In diesem Bereich ist die Eider tiedeunabhängig und ist kein betonntes Fahrwasser.

Binneneider
vom km 22,750 - km 78,250 (Einmündung Giselaukanal bis zur Schleuse Nordfeld), das ist die staugeregelte Bundeswasserstraße im Geltungsbereich der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung. In diesem Bereich ist das Fahrwasser mit Tonnen und Stangenseezeichen bezeichnet.

Tide- bzw. Untereider
von km 78,250 - km 109,850 (Schleuse Nordfeld bis zum Eider-Sperrwerk), das ist die tideabhängige Bundeswasserstraße im Geltungsbereich der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung. Je nach Witterungseinflüssen kann das Eider-Sperrwerk in diesem Bereich auch eine Stauregulierung vornehmen. Auch hier wird das Fahrwasser mit Tonnen und Stangenseezeichen gekennzeichnet.

Stützpunkt Friedrichstadt

Aufgabenbereich

  • Unterhaltung der Bundeswasserstraße Eider, von Wasserstraßen-Km 0 (Rendsburg) bis Wasserstraßen-Km 109,850 (Eider-Sperrwerk)
  • Unterhaltung der Anlagen und Bauwerke a.d. Eider
  • Instandsetzung und Unterhaltung der gesamten Anlagen und Bauwerke im Aufgabenbereich des Abz. Tönning (Leuchtfeuer, Schleusen und dergl.)
  • Ausbildung im Berufsbild Wasserbauer

Geräte und Fahrzeuge des Stützpunktes

  • MB "Kaspar Hoyer"
  • "Seelöwe" (SG 3922), (Hydraulikbagger mit Koppelpontoneinheit)
  • MB "Tönning" (Versorgungsboot für die Wasserbauerkolonne)
  • Versorgungsprähme
  • Arbeitsboote
  • diverse Kfz, Klein- und Handgeräte

Vom Stützpunkt Friedrichstadt werden unter anderem die Leuchtfeuer Westerhever und St. Peter Böhl instand gehalten. Des Weiteren die drei Schleusen im Amtsbereich mit Wehranlagen, 4 Ersatzübergangsstellen, 2 Schiffsanleger und Umschlagstellen in Friedrichstadt und Tönning und einige Pegel und Signalmastanlagen.

Die Instandsetzung von Uferdeckwerken mit Wasserbausteinen und Großformsteinen, Pflasterarbeiten mit Verbund- und Großformsteinen, Anlagenpflege, Bauwerksinstandsetzungen, Wartung, Reinigung und Reparatur von km-Steinen, Verkehrsschildern und -tafeln, Herstellen von Buschkisten für die Fußsicherung der Deiche, Herstellen von Einzäunungen zum Schutz und Erhalt der Ufervegetation gegen Viehtritt und Verbiss, Säge- und Schredderarbeiten, Windbruch entfernen im Rahmen der Verkehrssicherheit, Setzen von Stangenzeichen für die Fahrwassermarkierung und Einzelgefahrenstellen, Handlotungen an Einlaufbauwerken, Schleusen und Vorhäfen durchführen etc.

Uferunterhaltung Uferunterhaltung Uferunterhaltung