Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Ausbildung beim WSA Tönning

Feinwerkmechaniker Feinwerkmechaniker Feinwerkmechaniker in der Lehrwerkstatt

Schiffsmechaniker/in

Die Ausbildung zum/r Schiffsmechaniker/in dauert 3 Jahre und wird auf allen Schiffen des WSA Tönning durchgeführt. Die Berufsschule findet normalerweise in Travemünde statt, es sei denn, es gibt eine näher liegende Seemannsschule für den Auszubildenden an seinem Wohnort.

Wir lernen wie man technische Unterlagen, wie zum Beispiel Bedienungsanleitungen, Handbücher oder Tabellen und Diagramme, liest und anwendet. Werkstücke werden von uns durch manuelles und maschinelles Spanen bearbeitet (zum Beispiel durch Sägen, Bohren, Drehen oder Scharfschleifen).Wir wenden Techniken des Fügens an, wie zum Beispiel Schraub-, Bolzen und Pressverbindungen herstellen, Löten und Schmelzschweißen. Die Verhaltensmaßregeln im Seenotfall ist auch ein wichtiger Bestandteil unserer Ausbildung, so wie das Ermitteln und Kontrollieren von Daten für den Schiffsbetrieb (zum Beispiel meteorologische Daten, Betriebswerte von Maschinen und Anlagen, Geschwindigkeit oder Wassertiefe).

Uns wird vermittelt, wie man alte und neue Untergründe vorbehandelt und ein Schiff nach Kompass, Landmarken und Seezeichen steuert. Uns wird beigebracht, wie man Schiffe los- und festmacht, verholt und Schleppverbindungen herstellt, welche vorbeugenden Maßnahmen zum Brandschutz üblich sind, wie Signalmittel und Seenotsignale gehandhabt werden und wie man Bauteile auf Verschleiß, Beschädigung und Wiederverwendbarkeit prüft.

Wir erfahren, wie man Bauteile, Baugruppen und Systeme montiert bzw. demontiert und wie man die verschiedenen Ladungs- und Umschlagseinrichtungen (zum Beispiel Ladebäume, Kräne, Flaschenzüge, Förderbänder) handhabt. Wir erlernen den Umgang mit pneumatischen und hydraulischen Steuer- und Regeleinrichtungen. Zudem bedienen wir Elektromotoren, Generatoren und Rohrleitungssysteme für den Schiffsbetrieb und überwachen diese während des Betriebes.

Schiffsmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Verwaltungsfachangestellte/r - Bundesverwaltung -

Während der Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten ermitteln wir Sachverhalte, erarbeiten Verwaltungsentscheidungen und unterrichten die Beteiligten in diesen Angelegenheiten.

Im Rahmen dieser Tätigkeit wenden wir die notwendigen Rechtsvorschriften einzelfallbezogen an. Oft sind wir Ansprechpartner für Organisationen und ratsuchende Bürger, mit deren Anfragen und Anliegen wir uns kunden- und dienstleistungsorientiert befassen.

Zur Ausbildung gehört es, Personalakten zu führen und Bezüge und Gehälter zu berechnen. Im Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen bekommen wir zum Beispiel Einblicke bei der Erstellung und Ausführung des Haushaltsplanes und bearbeiten Zahlungsvorgänge. Zusätzlich wirken wir noch bei der Materialbeschaffung und -verwaltung mit.

Beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Tönning erfolgt die Ausbildung im sogenannten "dualen System". Das bedeutet, dass der Auszubildende im Betrieb, in den Außenstellen des Betriebes und in der Berufsschule ausgebildet wird.

Die Abschlussprüfung wird in Koblenz abgelegt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Verwaltungsfachangestellte/r ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Wasserbauer/in

Wasserbauer/innen werden bereits seit 1942 ausgebildet, die Ausbildung dauert drei Jahre. Ausbildungsort beim WSA Tönning ist der Stützpunkt Friedrichstadt. Der schulische Teil in Form von Blockunterricht findet in Kleinmachnow statt (Berufsbildungszentrum BBiZ).

Ausgebildet wird nach dem z. Zt. geltenden Ausbildungsrahmenplan (letzte Änderung 01.08.04).

Aufgaben des Wasserbauers:

  • Bauen und Instandhalten von u.a. Dämmen, Deichen und Buhnen
  • Maßnahmen des biologischen Wasserbaues (Landschaftspflege)
  • Instandhalten von Bauwerken
  • Herstellen von Bauwerken des Insel- und Küstenschutzes
  • Bezeichnen von Fahrrinnen/Fahrwassern
  • Durchführen von gewässerkundlichen Messungen (Peilungen, Pegel...)
  • Maßnahmen des Hochwasserschutzes
  • Durchführen von Vermessungsarbeiten
  • Inspizieren von Bauwerken
  • Wahrnehmen der Bauüberwachung

Das neue moderne Berufsausbildungsbild soll den Wasserbauern dazu dienen künftig mit neuen Methoden handlungsorientiert ausgebildet zu werden. Bei Prüfungen (Zwischenprüfung/Abschlussprüfung) werden projektorientierte praktische Aufgaben gestellt, die im BBiZ Kleinmachnow ausgearbeitet und danach geprüft werden (Unterkunft und Verpflegung findet der Wasserbauer während des Blockunterrichtes in den Räumlichkeiten des BBiZ Kleinmachnow).

Ausgebildet wird beim WSA Tönning im Streckenbetrieb sowie durch Gewerke (Metall, Holz, Konservierung und Seezeichen) des Bauhofes Tönning und den Büros der Verwaltung (Peilwesen, Zeichenbüro).

Ausbildungsinhalte (die u.a. in der Außenstelle vermittelt werden):

  • Setzen von Stangenseezeichen (Fahrwassermarkierung)
  • Auslegen und Überprüfen von Fahrwassertonnen
  • Durchführen von Handlotungen (an Einlaufbauwerken, Schleusen und dergleichen)
  • Ufersicherung durchführen (Herstellung von Buschkisten)
  • Gehölzarbeiten (Baum- und Strauchschnitt) mit Motorsägen und Schredderanlagen
  • Pflasterarbeiten (Betonverbundsteine und Granit)
  • Instandhalten von Schildern und sonstigen Schifffahrtszeichen
  • Unterhaltungsarbeiten an Leuchtfeueranlagen
  • Einsatz in der "Handwerkerkolonne" (Maurer-, Fliesen- , Klempner-, und Malerarbeiten und dergleichen)

Ferner werden während der dreijährigen Ausbildung in der Außenstelle Friedrichstadt 16 Lernprojekte durchgeführt, diese dienen zur Vorbereitung auf die Facharbeiterprüfung und sind mit Inhalten aus dem Ausbildungsrahmenplan gefüllt.

Zur Zeit werden beim WSA Tönning (Stützpunkt Friedrichstadt) sechs Wasserbauer ausgebildet.

Elektroniker/in für Geräte- und Systemtechnik

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 ½ Jahre und findet auf dem Bauhof Tönning statt. Dazu kommt wöchentlich ein Tag Berufsschule.

Während der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Geräte und Systeme lernen wir den Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen.

Wir fertigen mechanische und elektromechanische Teile, welche wir zu Baugruppen zusammen fügen. Die Anfertigung dieser Baugruppen erfolgt durch technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen.

Des Weiteren lernen wir Messeinrichtungen und Messgeräte zum Messen von Gleich- und Wechselgrößen zu nutzen.

Auch die Inbetriebnahme von Baugruppen, Geräten und funktional abgegrenzten Anlagenteilen unter Berücksichtigung einschlägiger Schutzmaßnahmen gehört mit zur Ausbildung.

Die Zwischen- und Abschlussprüfung findet in Flensburg bei der Industrie- und Handelskammer statt.

Elektroniker für Geräte und Systeme (Berufsfeld Elektrotechnik) ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Feinwerkmechaniker/in, Fachrichtung Maschinenbau

Anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk nach Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 1/2 Jahre. Bei guten Leistungen kann das Lehrverhältnis auf 3 Jahre verkürzt werden.

Die zuständige Berufsschule befindet sich in Schleswig. Der Unterricht wird in 2- bis 4-söchigen Blöcken erteilt. Eine Unterbringung im dortigen Internat ist möglich.

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres wird der erste Teil der Gesellenprüfung abgelegt. Das Ergebnis dieser Prüfung fließt zu 30% in die Abschlussprüfung ein. Es wird ein wöchentliches Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises geführt. Dazu gehört ein monatlicher Fachbeitrag.

Zu Beginn der Ausbildung werden handwerkliche Grundfertigkeiten wie das Feilen, Sägen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Biegen, Anreißen und Körnen vermittelt. Dabei lernt man auch den richtigen Umgang mit Prüf- und Messwerkzeugen und die Anwendung verschiedener Schweißverfahren kennen.

Wer das Lesen technischer Zeichnungen beherrscht, erlernt an konventionellen Fräs- und Drehmaschinen das manuelle Spanen. Bei der Kreishandwerkerschaft in Schleswig werden das Programmieren und Bedienen von Computerunterstützten (CNC-Technik) Werkzeugmaschinen sowie Steuerungstechnik (Pneumatik, Elektropneumatik, Elektrotechnik und Hydraulik) in betrieblichen und überbetrieblichen Lehrgängen gelehrt.

Neben dem Bauhof Tönning und dem Außenbezirk Amrum als Ausbildungsstellen gehört das Eider-Sperrwerk, die Schleusen Nordfeld und Lexfähre sowie mehrere Leuchttürme zu den Einsatzorten.

Europa wächst - und wird sind dabei! Grenzenlose Berufsausbildung gefördert durch die Europäische Union, Europäischer Fond für regionale Entwicklung. Wir bieten unseren Lehrlingen die Möglichkeit während der Ausbildungszeit jährlich an einem Austauschprogramm der Kreishandwerkerschaft Schleswig teilzunehmen. Im ersten Ausbildungsjahr drei Wochen Frankreich, im zweiten Ausbildungsjahr drei Wochen Österreich.

Die Berufsaussichten für Feinwerkmechaniker/innen sind gut. Qualifizierte Gesellen werden im Handwerk wie in der Industrie ständig gesucht. Wer sich beruflich weiter entwickeln möchte hat z.B. die Möglichkeit unmittelbar im Anschluss an die Lehre einen Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung in Vollzeit oder aber berufsbegleitend in Teilzeit anzumelden. Hauptschülern wird bei entsprechenden Leistungen mit bestandener Gesellenprüfung die mittlere Reife zuerkannt. Dies berechtigt wiederum einen weiterführenden Schulbesuch zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife. Auszubildende mit Realschulabschluss können bereits ab dem 2. Lehrjahr begleitend einen Abendkurs im regionalen Berufsbildungszentrum belegen um die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Feinwerkmechaniker/innen, die eine schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen können studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss mit der Studienrichtung Maschinenbau erwerben.

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Die Ausbildungsdauer zum Elektroniker für Betriebstechnik beträgt 3 ½ Jahre und findet auf dem Bauhof Tönning statt. Dazu kommt wöchentlich 1 Tag Berufsschule.

Wir erlernen das Einhalten der Arbeitsschritte bei der Anfertigung von mechanischen Teilen und das Herstellen von mechanischen Verbindungen (z.B. mittels Schrauben, Muttern und Scheiben). Wir verdrahten und bauen mechanische, elektromechanische und elektrische Bauteile zusammen. Das Zurichten, Verlegen und Anschließen von Leitungen der Energie- und Kommunikationselektronik gehört zu unseren zusätzlichen Aufgaben, sowie das Messen von Gleich- und Wechselgrößen und Prüfen von Bauteilen/-gruppen. Wir installieren Betriebsmittel sowie andere funktional abgegrenzte Anlagenteile. Wir erhalten Kenntnisse über Messverfahren, -größen und -geräte. Das Überprüfen der Funktionen von digitalen Schaltungen und Einstellen von (elektro-) mechanischen Baugruppen (mit Relais, Schützen, Stellenantrieb, Schaltern) sowie Zusammenbau, Verdrahtung, Montierung und Installation von Baugruppen (z.B. Schalt- und Verteilungsanlagen, Anlagen der Steuerungs- und Meldetechnik) wird uns vermittelt.

Uns wird der Zusammenbau und die Verdrahtung von Baugruppen und Geräten der Schaltsteuerungs- und Verteilungstechnik beigebracht. Wir montieren und installieren Anlagen der Energieverteilung, Steuerungs-, Melde- und Beleuchtungstechnik sowie Maschinen und Stelleinrichtungen. Wir erlernen verschiedene Möglichkeiten des Messens nicht elektrischer Größen und Funktionsüberprüfung bei speicherprogrammierbaren Steuergeräten.

Elektroniker für Betriebstechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).