Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

UWE JENS LORNSEN

Peilschiff UWE JENS LORNSEN Peilschiff UWE JENS LORNSEN Peilschiff UWE JENS LORNSEN

Technische Daten Peilschiff UWE JENS LORNSEN
BeschreibungDaten
Baujahr:1999
Länge über alles:24,17 m
Breite über alles:6,80 m
Tiefgang:1,30 m
Geschwindigkeit:11,5 kn
Anstriebsleistung:550 kW
Besatzung:3 Personen
Heimathafen:Tönning

Hauptaufgaben:

  • Kontrolle und Tiefenpeilungen der Seeschifffahrtsstrassen im gesamten Bereich der Schleswig-Holsteinischen Westküste
  • Bauwerkspeilungen, besonders am Eider-Sperrwerk
  • Hafen- und Baggerpeilungen

Besonderheiten:

  • Fächerlotsystem
  • satellitengestütztes Ortungssystem (Differential GPS)

Geschichte

Die erste "Uwe Jens Lornsen" war eine ehemalige größere Marinebarkasse. Sie kam 1937 nach Tönning für Bereisungsfahrten im gesamten Gebiet des Wasserbauamtes Tönning. 1955 wurde das Schiff durch den Neubau UWE JENS LORNSEN II - erbaut bei G. Siebert/Berlin-Spandau und am 30.05.1955 an das WSA Tönning übergeben - ersetzt und 1956 verkauft.

Das Seemotorboot U.J. LORNSEN II, welches zum überwiegenden Teil für Peilarbeiten eingesetzt wurde, ist am 25.06.1999 veräußert und sein Nachfolger, das Peilschiff U.J. LORNSEN III, mit Heimathafen Tönning am 30.03.1999 in Dienst gestellt worden.

Namesgeber

Uwe Jens Lornsen, geboren am 18.11.1793, war als Jurist in der dänischen Verwaltung tätig, unter anderem als Landvogt auf der Insel Sylt. Im November 1830 verfasste er die Schrift "Über das Verfassungswerk von Schleswig Holstein" und wurde ob der Inhalte von den Dänen zum Hochverräter erklärt und seines Amtes enthoben. Zurückblickend legte er mit dieser Schrift den ersten Grundstein für die Erstellung einer Verfassung für die Herzogtümer und galt als Symbolfigur während der Aufstände im Jahre 1848. Zu diesem Zeitpunkt lebte Uwe Jens Lornsen bereits nicht mehr, am 11. Februar 1838 wählte er den Freitod.

Quellen für die Geschichte:

  • "Schiffe und Reeder aus Tönning" von Wolfgang Martin (1926)
  • "Tönning im Wandel der Zeit", Husum Verlag (1990) - "Die Entwicklung des Amtes" Verfasser: Helmut Staeglich