Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schifffahrtszeichen

Leuchttürme und Tonnen

Unter dem Begriff Seezeichen versteht man Hilfseinrichtungen, die für die Sicherheit, Leichtigkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der Schifffahrt sowie für den Schutz der Wasserstraße und von Anlagen an der Wasserstraße erforderlich sind. Im hiesigen Küstenbereich, fern der hohen See, sprechen wir allgemein von Schifffahrtszeichen.

Diese auch in den Seekarten eingezeichneten Schifffahrtszeichen helfen der Schifffahrt zur

  • Positionsbestimmung und Orientierung
  • Wahrnehmung von Untiefen und Hindernissen
  • Einhaltung der sich im Wattbereich stark verändernden Fahrwasser

Zur Unterscheidung unterteilt man die Schifffahrtszeichen in funktechnische, visuelle und auditive Systeme. Während auditive Systeme, wie Heulleuchttonnen und Nebelschallanlagen nur noch vereinzelt betrieben werden, sind die funktechnischen Anlagen im letzten Jahrzehnt in den Vordergrund gerückt. Hierzu gehört zum einen das satellitengestützte Global Positioning System (GPS) und das von den Amerikanern entwickelte LORAN-System (Long Range Navigation).

Auf der Düne-Helgoland betreibt das WSA Tönning eine sogenannte DGPS-Referenzstation. Von einer eingemessenen Position aus werden Korrektursignale der sichtbaren GPS-Satelliten errechnet und über Funk für die Schifffahrt abgestrahlt.

Die Insel Sylt ist Standort der einzigen LORAN-C Station in Deutschland. Über einer leistungsstarken Sendeanlagen werden im Langwellenbereich Funksignale abgestrahlt, wobei anhand der Laufzeit des Signals zum Empfänger die Positionsdaten bestimmt werden.

In der Zukunft wird AIS als zusätzliches Standbein die Verkehrs- und Schiffssicherheit verbessern. AIS steht für "Automatic Identification System" und ist ein automatisches Schiffsidentifizierungssystem. Über Funk werden Schiffsdaten automatisch an die Verkehrszentralen übertragen und für die maritime Verkehrssicherung dargestellt.

An der deutschen Küste liegt die Errichtung der dazu erforderlichen Anlagen und der Betrieb des AIS-Küstennetzes in der Hand der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Für weitere Informationen über AIS bieten wir die AIS-Broschüre und einen Flyer zum Download an:

AIS Broschüre (PDF, 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

AIS Flyer (PDF, 116KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die überwiegende Anzahl der Schifffahrtszeichen im Amtsbereich sind visuell - sprich: übers Auge - wirksame Schifffahrtszeichen mit der Untergruppierung in feste und schwimmende Schifffahrtszeichen.

Die bekanntesten und mit einem nostalgischen Charme versehenen festen Schifffahrtszeichen sind zweifellos die weit sichtbaren klassischen Leuchttürme. Moderne Zweckbauten oder Stahlpfähle, ausgerüstet mit einer Lichttechnik, sind zwar genauso für die Schifffahrt von Bedeutung bilden aber nicht den Anziehungspunkt für die breite Bevölkerung.

Die schwimmenden Schifffahrtszeichen bestehen aus einer Vielzahl von befeuerten und unbefeuerten Tonnen in den Fahrwassern an der schleswig-holsteinischen Westküste.

Weiter Informationen zu den schwimmenden Schifffahrtszeichen (im pdf-Format mit Bebilderung) :

Sichtzeichen und Schallsignale SeeSchStrO (PDF, 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Sichtzeichen und Schallsignale Binnen (PDF, 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)