Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Tonnenbearbeitung Teil 1, Wartung eines unbefeuerten Seezeichens

Diese Bilderserie entstand am 10. August 2006 auf dem Tonnenleger "Johann Georg Repsold". An diesem Tag stand die Wartung einer unbefeuerten Tonne und der Wechsel einer Leuchttonne im Fahrwasser "Hever", ausserdem der Transport einer kleinen Backbordtonne nach Husum (diese sollte von dort für Wartungsarbeiten per LKW zum Tönninger Bauhof gebracht werden) auf dem Arbeitsplan.


Das Deck des Tonnenlegers
Fahrt ins erste Zielgebiet, an Deck unter anderem die zu wechselnde Leuchttonne, die kleine Backbordtonne, die nach Husum soll, Ersatzketten und Verankerungssteine.Erster Wegepunkt ist die Reinigung/Wartung einer unbefeuerten Backbordtonne.

TonnenbearbeitungTonnenbearbeitung
Ankunft an der Tonne. Das "Auge" des Seezeichen wird am Kranhaken des Tonnenlegers befestigt.

TonnenbearbeitungTonnenbearbeitungTonnenbearbeitung
Die Tonne wird von Seepocken, Muscheln u.ä. und Bewuchs befreit und anschliessend an Deck gehoben. Dort wird sie mittels Keilen und Laschen befestigt um ein herumrollen auf dem Arbeitsdeck durch Schiffsbewegungen auszuschließen.

KettenstopperTonnenbearbeitung
Durch den "Kettenstopper", der in der Bordwand des Tonnenlegers eingelassen ist, wird die außenbords hängende Verankerungskette samt Verankerungsstein gesichert. Damit kann das Seezeichen gefahrlos gereinigt und gewartet werden.

TonnenbearbeitungTonnenbearbeitung
Auch die Kette wird von Getier und Bewuchs befreit. Solch ein Seezeichen liegt ca. 2,5 bis 3 Jahre aus, dann erfolgt ein kompetter Tonnenwechsel (für größere Reparaturarbeiten und zur Erneuerung des Anstriches). Während dieser Ausliegezeit muss je nach Fahrwasser 1/2-jährlich solch eine Wartung erfolgen. Je nach Witterung und Wassertemperatur bewächst das Seezeichen im Unterwasserbereich mit Algen, Seepocken usw., je stärker dieser Bewuchs ist, desto tiefer liegt die Tonne im Wasser, und entsprechend schlechter ist sie von weitem zu sehen. Auch im Oberwasserbereich gibt es Verschmutzungen, die entfernt werden müssen, damit Farbkennung und Beschriftung gut erkennbar bleiben.

Tonnenbearbeitung
Nach der Reinigung und Wartung wird die Tonne durch den Kran des Tonnenlegers wieder ausgelegt. Zur Sicherheit wird die Tonne zusätzlich durch ein Jolltau (Führungsseil) von Deck aus gesichert und dirigiert. Die gesicherte Kette im "Kettenstopper" wird gelöst, die Tonne sanft ins Wasser gelegt und Jolltau und Kranhaken entfernt.